20.06.2018

Wie hebt man sich in der Arbeitswelt von morgen von Mitbewerbern ab?

Wer studiert oder im ersten Job arbeitet, merkt: Fachwissen allein ist eine wichtige Basis, aber noch lange kein Erfolgskriterium. Wer in der Arbeitswelt von morgen bestehen will, braucht besondere Fähigkeiten. Aber welche? Und wer bereitet uns darauf vor?

Dieser Artikel wurde mit der Unterstützung der Business School der FOM Hochschule erstellt.

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Es ist schon verrückt: Jeder redet von Digitalisierung, künstlichen Intelligenzen und den Jobs der Zukunft. Aber in Schule und Uni lernen wir immer noch Antworten auswendig und verzweifeln an Integralrechnung und langweiligen Vorlesungen. Und irgendwie ahnen wir schon, dass wir später viel mehr brauchen – und das ist auch so. Dem Zukunftsforscher Jim Carrol zufolge werden 65% aller heutigen Schulkinder in Jobs arbeiten, die noch gar nicht existieren – und ein Blick auf die Studie des World Economic Forums lehrt uns: Die Fähigkeiten, die immer mehr gefragt werden, ändern sich. Manches wird wichtiger, manches fällt komplett weg. Wir stellen euch hier wichtige Kompetenzen vor, die ihr brauchen werdet, und erklären, was euch abseits des Lehrplans interessieren sollte.

Fähigkeit 1: Lösung komplexer Probleme

Im Job werdet ihr oft vor Szenarien oder Prozessen stehen, die man lösen oder optimieren muss. Dafür braucht man die richtigen Techniken und fängt am besten bei sich selbst an: Wie optimiert man beispielsweise sein eigenes Zeitmanagment? Wie managed man Projekte? Wie netzwerkt man richtig und wie wird man rhetorisch stärker? Diese Dinge lernt man nicht nur im Vorlesungssaal, sondern auch in Workshops, Exkursionen, Karriereforen, Vorträgen oder Themenevents! Laut der genannten Studie des World Economic Forum (WEF) wird die Kompetenz „komplexe Problemlösung“ die wichtigste Kompetenz auf dem Arbeitsmarkt 2020 sein. Also: Be prepared!

Fähigkeit 2: Kritisches Denken und Kreativität

Maschinen werden uns die Jobs nicht wegnehmen, aber sie werden automatisierbare Jobs übernehmen und neue Tätigkeitsfelder eröffnen. Was selbst künstliche Intelligenz nicht „einfach so“ ersetzen kann, ist die Fähigkeit zum kritischen Denken und zu Kreativität. Die Welt verändert sich so schnell, dass wir uns immer wieder neue Lösungen ausdenken müssen. Und wir müssen uns an eine ständige Unsicherheit gewöhnen. Kreativität ist zum Beispiel schon heute die Nummer-eins-Fähigkeit, nach der Google seine Bewerber aussucht. Auch in vielen anderen Bewerbungsgesprächen werden Fragen gestellt wie: „Wie viele Tischtennisbälle passen in einen Bus?“ Es kommt dabei nie auf die vermeintlich richtige Antwort an, sondern es geht es darum zu sehen, wie ihr solche komplexen oder absurden Fragestellungen angeht. Und?

Fähigkeit 3: Fachwissen

Wie gesagt: Fachwissen ist nicht alles, aber es ist natürlich eine wichtige Grundvoraussetzung. Erst wenn ihr euch viel Wissen in eurem Spezialgebiet angeeignet habt, habt ihr eine gute berufliche Basis geschaffen – Exzellenz erreicht man dann in der Kombination mit den anderen hier aufgelisteten Fähigkeiten. Damit das Fachwissen sitzt, sind weiterhin viel Interesse, Engagement und stetige Neugier gefragt! Und: Zum Fachidioten sollte man nicht werden – das Interesse für andere Fachbereiche und ein solides technisches/digitales Verständnis sind absolut notwendig. Die Möglichkeiten sich Wissen anzueignen sind im Wikipedia-Zeitalter nicht nur kostenlos, sondern auch endlos – wir sind nicht mehr auf Lehrbücher angewiesen. Kennst du zum Beispiel die Plattform Skillshare? Oder TED? Schon eine Viertelstunde am Tag genügt, um sich etwas Neues anzueignen…

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Fähigkeit 4: Sozialkompetenz

Die Zeiten, in denen wir Adam Smith und das Streben des Individuums nach Erfolg als Maßstab aller Dinge herangezogen haben, sind vorbei. In Zeiten von Shared Economy und Connectivity geht es vor allem darum gemeinsam zu denken. Teamfähigkeit entsteht aber nicht allein im Vorlesungssaal und im Sammeln von Studiencredits. Sozialkompetenzen sammelt ihr vor allem anderswo – auf Exkursionen, im Ausland oder indem ihr euch zum Beispiel in Vereinen engagiert.

Ja, hier entsteht Sozialkompetenz und die muss von Schule und Uni auch gefördert werden! Warum? Selbst wenn künstliche Intelligenzen in der Lage sind komplexe Entscheidungen selbstständig zu fällen, wird es auch in Zukunft noch menschliche Entscheider brauchen, die an der Spitze von Unternehmen stehen. Teams führen, koordinieren, Entscheidungen treffen, verhandeln und flexibel sein – all das zählt zukünftig zu den Topfähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Um solche Aufgaben erfolgreich zu bewältigen, darf natürlich auch emotionale Intelligenz nicht fehlen, und die Bereitschaft diese persönlichen Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln.

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Fähigkeit 5: Ethisches und nachhaltig-verantwortungsvolles Denken

Die Produktion geht weltweit zurück, es entwickeln sich im Sinne der sogenannten „dritten industriellen Revolution“ ganz neue Geschäftsmodelle. Anbieter wie Airbnb oder Lyft machen vor, wie man mit Vorhandenem Geld verdienen kann. Ein immer wichtiger Bestandteil stellt dabei die Rücksicht auf Umwelt und Nachhaltigkeit dar – Profit bleibt wichtig, aber nicht mehr um jeden Preis. Denn neue Modelle sollten nicht auf „alten Systemen“ aufgebaut werden, sondern gleich ethisch sinnvoll konzipiert sein. Themen, mit denen wir uns beschäftigen sollten, sind hier zum Beispiel Sustainability, Green Investments und Social Entrepreneurship.

Fähigkeit 6: Digitale Kompetenzen aufbauen

Guess what: Das Internet und digitale Werkzeuge werden nicht verschwinden, sondern im Gegenteil noch stärker unseren Arbeitsalltag erobern. Sich also mit mehr als dem E-Mail-Programm, Word und Excel auszukennen ist nicht nur ein Bonus im Lebenslauf, sondern auch Kernfähigkeit der Zukunft. Wer digital mit seinen Mitarbeitern auf kollaborativen Plattformen arbeiten kann, weiß, wie komplexe Recherchen durchgeführt. Und wer gleichzeitig auch ein Verständnis für Gesetze und Regularien online hat, hat eine gute Basis für die nächsten Jahre. Ein kurzer Test: Du weißt, wie du einen erfolgreichen Post auf Facebook schreibst? Aber weißt du auch, wie der Algorithmus hinter dem Feed funktioniert?

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Die eufom, die Business School der FOM Hochschule, gestaltet ihr Studienprogramm unter dem Motto: Zukunft braucht Persönlichkeiten. Sie bildet Studierende ganz gezielt in den oben genannten Kompetenzen aus und gibt viel Raum zur Persönlichkeitsentwicklung: Etwa durch Academic Coaches, Auslandsaufenthalte, praktische Erfahrungen in der Wirtschaft und der Förderung außercuricularen Engagements als fester Bestandteil des Studiums. Zur Auswahl stehen die Studiengänge "International Business Management", "Business Psychology" und "Marketing & Digital Media".

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